Es trug sich zu, dass ich letztes Jahr an meiner Schule eine brasiliansche Austauschschuelerin namens Bruna kennenlernte und da lag die Idee nicht fern sie hier in Brasilien waehrend der unglaublich langen Ferien mal zu besuchen. Deshalb packte ich am 9. Januar meine Koffer und begab mich auf eine 26 Stunden lange Busreise nach Ihléus, einer wunderschoenen relativ kleinen Stadt am Meer. Dort verbrachte ich aber nur ein einhalb Tage, denn dann sollte es weiter nach Salvador gehen, ganz nobel mit dem Flugzeug. Bruna’s Eltern besitzen da eine kleine Wohnung, die uns als Unterkunft diente.
Eu em Ihléus
Wir befanden uns also am besagten Tag, zur besagten Zeit am Flughafen, checkten ein, stiegen ins Flugzeug, verbrachten 30 wundervolle Minuten im Inneren desjenigen und dann hiess es auscheckten, denn die Maschine war kaputt. Juppi! Das war ein Treffer. Der Tag verlief im Weiteren folgendermassen: Die Fluggesellschaft bezahlte uns ein Mittagessen in der teuersten Churrascaria von Ihléus, danach warteten wir noch eine Weile und fuhren gegen 18Uhr mit einem Bus nach Salvador, wo wir 3 Uhr ankamen und jeder noch einen Esscoupon im Wert von 28Reals erhielt, den wir gleich in Sandwichs bei Subways umwandelten. Achso und das Taxi zum Appartment wurde natuerlich auch von der TAM bezahlt.
Das bestaetigt mir wiedereinmal die konfusen Zustaende des brasilianischen Flugverkehrs. Zum Beispiel hatten im vergangenen Jahr am Flughafen Guarulhos in São Paulo 59% der Fluege Verspaetungen. Es gibt auch staendig Unfaelle und Streichungen. Die TAM hat fuer mich ja schonmal eine Nacht und einen Tag im Hotel bezahlt, als in Brasilien ankam… Mein Fazit von den zwei Fluegen, die ich hier bis jetzt unternahm, ist einer ausgefallen und der Ersatzflug war verspaetet und der andere ist einfach ganz gestrichen worden…
Bruna und ich im Goetheinstitut

Aber nun wieder zur Reise… in Salvador waren wir dann 7 Maedchen in der Wohnung. Bruna, ihre Schwester Mayana, deren Freundin aus Frankreich namens Elodie, zwei weitere Freundin von Mayana und eine andere deutsche Austauschschuelerin: „As setes mulheres“. Die meiste Zeit waren wir immer alle zusammen unterwegs, einen Tag verbrachten wir am Strand und die restlichten besichtigten wir die Stadt. An einem Abend waren wir noch bei einem sehr tollen Jazzkonzert direkt am Meer, wo wir einen beeindruckenden Sonnenuntergang sehen konnten und am letzten Tag ging es dann zum „Festival de Verrão“, das ist ein fuenftaegiges Musikereignis bei dem viele bekannte brasilianische Kuenstler auftreten. Das war auch echt super.
Elodie, Mayana, ich und Bruna am Farol
Das Einzige, was mich waehrend der gesamten Zeit stoerte, war mein Sonnenbrand am Hintern, denn ich aufgrund meines neuen brasilianischen Bikinis (wenig Stoff) bekam. Diese Stelle meines Koerpers hatte ja noch nie vorher die Sonne gesehen… naja, jetzt bin ich aber ueberall schoen braun. Aetsch!
Na Rodoviaria
O Farol