Doris und der Arcondicionador 23 April, 2008
Endlich, nach langen Diskussionen mit der Schuldirektorin Doris und Protestaktionen erreichte die so heiss ersehnte Klimaanlage das Klassenzimmer des Abschlussjahrgangs des Colegio Anglo in Campinas. Dann bedurfte es drei Tage Installationsarbeit und nach einer Belehrung, in der es hauptsaechlich darum ging, nun die immernoch vorhandenen Ventilatoren nicht mehr einzuschalten, wurde das Heiligtum in Betrieb genommen. Und verwandelte salla 5 in einen Raum mit arktischen Eigenschaften. Gluecklicherweise hatte ich in weiser Vorraussicht schon zwei T-shirts, einen Schal und eine Jacke an - nur an Turnschuhe hab ich natuerlich nicht gedacht.
Ja, und so froren alle froehliche sechs Stunden vor sich hin. Jeder Lehrer drueckte sein Erstaunen darueber aus, dass ich als Europaeerin auch so frieren koennte, da waere es doch viel kaelter. Irgendwann meinte ich nur noch, ich sei in Wahrheit Schwarze und kaeme aus Afrika, das fanden sie alle lustig und morgen werde ich auf jeden Fall mit festen Schuhen und einer Jacke mehr meine brasilianische, klimatisierte Schule besuchen.
Was man halt so assoziiert 31 August, 2007
Professor: “ Hey Sweety, you’re from Germany?“ Ich: „Yes, I’m.“
Er (hebt die Hand zum Hitlergruss): „So, Heil, Hitler!“
Man muss schon wissen, was los war 15 August, 2007
Der Lehrkoerper, welcher einen Gips traegt, wegen dem er auch in den naechsten Tagen nicht zum Unterricht erscheint, betritt den Raum.
Nach einer kurzen Begruessung bemerkt er mich und erklaert mir grinsend, er heisse Mark Anthony, wie der Mann von J.Lo., dabei streicht mir liebevoll ueber die Haare ( Beruehrungen zwischen Lehrer und Schueler sind in Brasilien nichts Anzuegliches).
Dann holt er die Roentgenaufnahmen seiner Hand aus seiner Tasche, praesentiert sie der Klasse und schweift zu einen ausfuehrlichen Unfallhergangsbericht aus.
Danke Mark!
Es wirkte sehr kompliziert 15 August, 2007
Der Lehrer steht vor der Klasse und redet wild gestikulierend, schreibt aber die ganze Stunde nichts an die Tafel. Ich verstehe kein Wort. Am Ende der Stunde frage ich einen Mitschueler, worum es denn ging und er antwortet in sehr akzentuiertem Englisch: „Vacations of teacher.“
