Der ultimative Brasilien-Intercambio Blog

oder Annika erkundet die Welt

Was man halt so assoziiert 31 August, 2007

Gespeichert unter: kleine Anekdoten aus dem Schulalltag — annikabrazil @ 12:11

Professor: “ Hey Sweety, you’re from Germany?“ Ich: „Yes, I’m.“
Er (hebt die Hand zum Hitlergruss): „So, Heil, Hitler!“

 

Boa Sorte fuer jeden der es zurzeit braucht! 21 August, 2007

Gespeichert unter: Musike — annikabrazil @ 11:21

Hier gibts meine derzeitig absolutes Lieblingslied auf die Ohren, bitte um Geduld beim Hochladen!

Vanessa da Mata und Ben Harper Boa Sorte/ Good luck

 

Minha Familia 16 August, 2007

Gespeichert unter: Familie — annikabrazil @ 5:15

Darf ich vorstellen: Meine Gasteltern Eunice und Altair (auch Picole zu deutsch Eis am Stiel genannt, denn er war mal Eisverkaeufer)

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Hier zu bewundern ist meine Gastschwester Tatianne mit ihrem Verlobten, den sie naechstes Jahr heiraten wird und auf dem Bild daneben meine „Oma“, Mutter von Eunice und Fredderico sozusagen mein Bruder.

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Ich hab unglaublich viele „primas und primos“,  das sind nur mal ein paar von ihnen zusammen mit Fred.

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Eunice hat 7 Geschwister davon 6 Schwestern, die Geschwister von Altair kenn ich noch nicht. Auf den Fotos hier sind erstmal drei der Schwester meiner Gastmutter, von den anderen muss ich erst noch welche machen.

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Und zu guter letzt nochmal meine Lieblingprimos Susanna (das schon aelteste der Maedchen auf dem rechten Foto) und ihr Bruder, dessen Namen ich nicht faehig bin zu schreiben. Mit denen gehe ich auf eine Schule und nach dem Unterricht essen wir immer zusammen Mittag.

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Man muss schon wissen, was los war 15 August, 2007

Gespeichert unter: kleine Anekdoten aus dem Schulalltag — annikabrazil @ 5:50

Der Lehrkoerper, welcher einen Gips traegt, wegen dem er auch in den naechsten Tagen nicht zum Unterricht erscheint, betritt den Raum.
Nach einer kurzen Begruessung bemerkt er mich und erklaert mir grinsend, er heisse Mark Anthony, wie der Mann von J.Lo., dabei streicht mir liebevoll ueber die Haare ( Beruehrungen zwischen Lehrer und Schueler sind in Brasilien nichts Anzuegliches).
Dann holt er die Roentgenaufnahmen seiner Hand aus seiner Tasche, praesentiert sie der Klasse und schweift zu einen ausfuehrlichen Unfallhergangsbericht aus.
Danke Mark!

 

Es wirkte sehr kompliziert 15 August, 2007

Gespeichert unter: kleine Anekdoten aus dem Schulalltag — annikabrazil @ 5:42

Der Lehrer steht vor der Klasse und redet wild gestikulierend, schreibt aber die ganze Stunde nichts an die Tafel. Ich verstehe kein Wort. Am Ende der Stunde frage ich einen Mitschueler, worum es denn ging und er antwortet in sehr akzentuiertem Englisch: „Vacations of teacher.“

 

…und täglich grüßt die Kamera. (Ein bisschen martialisch aber besser als „der Schulalltag“) 14 August, 2007

Gespeichert unter: Schule — annikabrazil @ 6:34

Voila, meine Klasse!

Wer sich unter einer Privatschule etwas sehr nobles vorstellt, hat ziemlich weit gefehlt.
Folgendermaßen läuft so ein Tag ab: Um sieben Uhr beginnt der Unterricht und ca. 40 Schüler füllen den Klassenraum. Das Klingelzeichen wird manuell gesteuert, weshalb es manchmal zu einem verspäteten bzw. zu einem verfrühten Klingelzeichen kommt.
Die Stunden werden den ganzen Tag im selben Klassenraum abgehalten, extra Fachräume für Chemie, Physik oder Kunst gibt es nicht, das heißt es wird ohne jeglichen Paxisbezug gelehrt, in Mathe benutzt man noch nicht mal einen Taschenrechner. Das Fach Musik existiert erst gar nicht und es werden auch keine Wandertage oder Klassenfahrten veranstaltet. Ein kleiner Lichtblick: Heute hatte ich das erste Mal einen Medieneinsatz in Form eines Beamers im Unterricht, es gibt nämlich erstaunlicherweise einen Videoraum.
Waehrend der Stunden reden die Schüler im Allgemeinen miteinander, manchmal schreien sie oder entwickeln zu den neusten Klingeltönen eine unglaubliche Singstimme. Auch üblich ist es, mit seinem Stuhl (siehe Foto, ganz neckig mit Armlehne, von der einem permanent alles runterfällt) durch Raum zu rutschen und Zettelchen zu verteilen (hab am ersten Tag einige sehr romantischen Texte bekommen).

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Eine Stunde beinhaltet 50 Minuten und danach ist nur ein kurzes auf den nächsten Lehrer warten, die einzige 30 minütige Pause ist nach der Dritten.Schluss hat man außer donnerstags um 13.20 Uhr, 12.30 Uhr, montags ist außerdem am Nachmittag noch Spanischunterricht und samstags Sport, jeden Freitagnachmittag werden Tests geschrieben.

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Insgesamt ist das ganze eine sehr zwiespältige Sache. Zum einen wird alles ganz locker genommen, die Lehrer erzählen lieber mal nen Witz als zu unterrichten, zum anderen wird aber sehr streng auf Anwesenheit geachtet, denn bei Fehlen wird sofort zu Hause angerufen und man fühlt sich allgemein ein bisschen wie im Gefängnis.
Beim Betreten des Schulgebäudes muss man seinen Schülerausweis abgeben, den man nach dem Unterricht zurück erhält. Kommt man zu spät, so muss man vor dem Tor auf den Beginn der nächsten Stunde warten und man kann die Schule während der Unterrichtszeit auch nicht nicht verlassen. Das gruseligste aber sind die Kameras in den Klassenräumen, bis jetzt konnte es mir keiner sagen, denn die Aussage: „Um sich sicher zu fühlen. “ ist ganz ehrlich absoluter Schwachsinn, die lass ich nicht gelten

 

Missstände Vol.1: Das Bildungswesen (Toll, mit 3 Mal dem „s“) 14 August, 2007

Gespeichert unter: Schule — annikabrazil @ 6:32

Ich habe mich eine ganze Weile davor gedrückt, etwas zu diesem Thema zu schreiben, dafür wird das jetzt umso ausführlicher.
Seit knapp zwei Wochen besuche ich inzwischen die 2. Klasse der dreijahre gehenden Oberstufe einer Privatschule ganz in der Nähe des Hauses, in dem ich hier lebe. Ursprünglich sollte ich auf eine öffentliche gehen, was aber bei meiner Gastfamilie nicht gut ankam und ich bei allen anderen Leuten, die ich dazu befragte, auf ein besorgtes Stirnrunzeln und Kommentare wie: „Weißt du, die Leute auf den öffentlichen Schulen sind ein bisschen schwierig.“ stieß, sodass ich kurzerhand auf dem Colegio Anglo de Campinas angemeldet wurde. Ich muss dafür übrigens kein Schulgeld zahlen, da ich eine Austauschschülerin bin.
Als ich meine Klassenkameraden mal fragte, was denn der Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Schulen sei, meinten diese, dass wer auf ein Privatschule geht, lernen will und die anderen nicht, was natürlich riesengroßer Quatsch ist. Mehr der Wahrheit entspricht da, dass wer Geld hat, sein Kind auf eine private Schule schickt, da sonst die Chance auf ein Vestibular und damit die Chance auf einen Studienplatz gleich null ist.
Ja, die Bildung in Brasilien ist leider vom Geld abhängig, womit es für die untere Bevölkerungsschicht nahezu keinen Weg aus der Armut gibt.
Das größte Problem an öffentlichen Schulen ist das regelmäßige Streiken oder einfach nur Fehlen der Lehrer, aufgrund von totaler Unterbezahlung, wodurch viel Unterricht ausfällt. Noch dazu kommt, dass so gut wie alle Schüler nebenbei arbeiten gehen müssen und für Lernen wenig Zeit bleibt.

 

Lektion 2: Mehr Essen und wie man dem entrinnen kann 11 August, 2007

Gespeichert unter: Essen!!!!!!! — annikabrazil @ 12:35

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Ich glaube, ich habe diese Woche einen der wichtigsten Sätze für Brasilienbesucher (außer man hat Durchfall) gelernt:

Eu estou cheia. Ich bin voll.

 

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Leider konnte ich das noch nicht sagen, als wir Pizzaessen waren.
Ich meine Pizzaessen, das klingt an sich erstmal ganz harmlos, aber natürlich haben die Brasilianer dafür eine etwas ausgelassenere Form, wie auch beispielsweise fürs Autofahren entwickelt.
Man bezahlt einmal umgerechnet ca. 6 Euro und isst dann soviel wie man will.

 

 

 

 

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Es gibt um die 40 Sorten Pizza, unter anderem Eis- , Schoko- , Sahne- und Bananenpizza, Fleisch, Pommes, Shushi, halt ein riesen Buffet.
Und sowas macht man hier nicht nur einmal im Jahr zum Geburtstag, nein, solche Lokale werden, zumindest von meinem Gastbruder und seinen Freunden, ungefähr einmal pro Woche aufgesucht.

 

 

 

 

 

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Inzwischen hab ich meine Gastfamilie aber schon davon überzeugen können, dass ein Salat auch eine echt Mahlzeit sein kann und dass die so schon fettige Pizza auch ohne extra Olivenöl schmeckt.

 

Wenn Brasilianer versuchen Englisch zu sprechen (= 9 August, 2007

Gespeichert unter: Hihi! — annikabrazil @ 5:47

Wie Marcello, jemand der mir in Sao Paulo geholfen hat, auf dem Flughafen zurechtzukommen, so schoen sagte: “ Many of the brasilian people know how to speak english, but if you want to talk with them in this language something happens.“ und das wird mir auch jeden Tag bewusst. In der Schule, wurde mir gesagt, lernt man hier nur, englische Texte zu lesen, nicht zu sprechen. Das ist sicherlich auch der Grund dafuer, dass eine „Cousine“ von mir, die dieses Jahr auch im Fach Englisch Abitur macht, kein Wort davon verstehen, geschweige denn sprechen kann. Aber wir trainieren zurzeit fleissig daran, sie von ihrer Unkenntnis zu befreien. In meiner Klasse koennen nur die Schueler Englisch, die ein paar Jahre extra Unterricht an einer Sprachschule hatten, das sind im Schnitt so 3 Leute von 40 in einer Klasse. Traurig aber wahr.

 

Werbung mal anders 9 August, 2007

Gespeichert unter: Hihi! — annikabrazil @ 2:29

Die Brasilianer sind um einiges einfallsreicher was das Anpreisen ihrer Waren angeht, wie auch im folgenden Video sichtbar (uebrigens eine Werbung fuer einen Babyladen). So was wie Ruhestoerung gibt es hier nicht, denn diese Motorraeder bzw. auch Autos fahren bis auch tief in die Nacht durch die Gegend