Der ultimative Brasilien-Intercambio Blog

oder Annika erkundet die Welt

Festa junina 6 Juli, 2008

Gespeichert unter: Schule — annikabrazil @ 8:15

Jedes Jahr im Juni veranstaltet man hier in Goiania, sogenannte „Festa junina“, organsiert werden diese von Familien, Vereinen, Schulen usw. Dabei gibt es viele typische Speisen, alle verkleiden sich sehr aufwaendig und es wird „Quadrilha“ getanzt.

Die folgenden Fotos sind von der Quadrilha meiner Klasse. Da wir der Abschlussjahrgang sind, mussten wir natuerlich etwas ganz besonderes machen und deshalb tauschten Jungen und Maedchen die Rollen. Jungen tanzten als Maedchen und Maedchen als Jungen. Die zwei Maenner auf dem einen Foto sind uebrigens mein Mathe- und mein Biolehrer…

Acho que dar pra ver que foi show. uhauhauah

 

Os gringos na Bahia 15 Mai, 2008

Gespeichert unter: Reisen — annikabrazil @ 3:02

Ich war mal wieder unterwegs, diesmal in Arraial d’ajuda und Porto Seguro und hab nocheinmal 4 Tage den brasilianischen Strand genossen. Wie bei der Reise nach Buenos Aires, war diese auch wieder organisiert von der Universitaet meines Bruders. Mit dabei sind auch noch die Austauschschueler Blake (aus Neu Seeland), Leslie (aus den USA) und Alana (aus Australien) gewesen. Ja und sollte ich irgendwann im Winter mal spurlos aus dem kalten Deutschland verschwinden, waere dort auf jedenfall ein Ort um nach mir zu suchen…

 

 

 

Was man halt so macht in der Schule 24 April, 2008

Gespeichert unter: Freunde, Hihi!, Schule, kleine Anekdoten aus dem Schulalltag — annikabrazil @ 2:50

 

Doris und der Arcondicionador 23 April, 2008

Gespeichert unter: Schule, kleine Anekdoten aus dem Schulalltag — annikabrazil @ 3:57

Endlich, nach langen Diskussionen mit der Schuldirektorin Doris und Protestaktionen erreichte die so heiss ersehnte Klimaanlage das Klassenzimmer des Abschlussjahrgangs des Colegio Anglo in Campinas. Dann bedurfte es drei Tage Installationsarbeit und nach einer Belehrung, in der es hauptsaechlich darum ging, nun die immernoch vorhandenen Ventilatoren nicht mehr einzuschalten, wurde das Heiligtum in Betrieb genommen. Und verwandelte salla 5 in einen Raum mit arktischen Eigenschaften. Gluecklicherweise hatte ich in weiser Vorraussicht schon zwei T-shirts, einen Schal und eine Jacke an - nur an Turnschuhe hab ich natuerlich nicht gedacht.

Ja, und so froren alle froehliche sechs Stunden vor sich hin. Jeder Lehrer drueckte sein Erstaunen darueber aus, dass ich als Europaeerin auch so frieren koennte, da waere es doch viel kaelter. Irgendwann meinte ich nur noch, ich sei in Wahrheit Schwarze und kaeme aus Afrika, das fanden sie alle lustig und morgen werde ich auf jeden Fall mit festen Schuhen und einer Jacke mehr meine brasilianische, klimatisierte Schule besuchen.

somos nos

 

 

Caldas Novas 2 April, 2008

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — annikabrazil @ 8:20

Meine Austauschorganisation, die ich uebrigens niemandem weiterempfehlen kann, bietet immermal verschiedene Reisen und Tagestouren an, die nich wirklich billig sind, aber dieses eine Mal beschloss jetzt daran teilzunehmen. Also fuhr ich mit meinem Gastbruder und einigen Autstauschulerinnen aus Autralien und Neuseeland nach Caldas Novas in den Hotpark. Ein Wasserspasspark, der durch die heissen Quellen, die es dort gibt betrieben wird.  Und wie ich in der „Halfpipe“ aussah koennt ihr hier sehen….

caldas-novas-001.jpg            caldas-novas-003.jpg

Das is die Halfpipe:

caldas-novas-096.jpg

 

Mein neuer Freund 29 Februar, 2008

Gespeichert unter: Freunde — annikabrazil @ 8:39

Da ich mich klagend dazu aeusserte keine Freunde in Goiania zu haben, gab mir eine Verantwortliche meiner Austauschorganisation die Nummer eines Jungen, namens Lucas, von dem sie annahm, dass ich mit ihm Freundschaft schliessen koennte.

Nach drei  aetzend langweiligen Tagen mit seiner Nummer in meiner Tasche, raffte ich mich auf und rief bei ihm an. Zum Glueck schien er ganz nett zu sein und lud mich spontan zu einem Samba am selbigen Abend ein. Seine Freunde waren auch da und ich verstand mich auf anhieb mit ihm. Er hat denselben Musikgeschmack wie ich, eine Band und wahrscheinlich darf ich in Zukunft auch mal mit ihnen singen, aber das steht noch in den Sternen…

Am Samstag begab ich mich dann mit einer Freundin, die ich Palmas kennegelernt hatte, welche aber in Goiania studiert und einer anderen Austauschschuelerin auch aus Palmas, die das Wochenende hier verbrachte, auf ein Reaggekonzert. Klar, dass er auch dort war, wir liefen uns schon in den ersten fuenf Minuten des Konzertes ueber den Weg und nach einem kurzen „Oi“ zu mir, begann er sich gleich angeregt mit der anderen Austauschschuelerin, welche uebrigends aus Finnland kommt, zu unterhalten. Ich ging in der Zwischenzeit auf’s Klo und als ich wiederkam traute ich doch glatt meinen Augen nich: Da standen also beide, eng verknotet, wild knutschend. Irgendwie hatte ich sowas bei meiner Verabschiedung zum Weg auf die Toilette schon geahnt.

Fuer alle die es nich wissen, was die beiden da taten, ist hier ganz gaengig und hat auch einen Namen: „Ficar“, was im Klartext bedeuted, dass man sich mit jemanden kuesst, denn man in Regel vorher nich kannte und danach auch nie wieder sieht. Es gibt auch bestimmte Bands bei deren Show es schon von vornherein klar ist, dass man mehr als 5 Leute abschleppen wird, da sind bei der Anzahl auch keine Grenzen gesetzt, kann schonmal so bis 20-30 gehen.

Ja, auf jeden Fall kam ich mir ein bisschen bloed vor und liess mir, waehrend ich mich mit Carol unterhielt, von Lucas’ Freunden ein Bier bringen. (Darf ich sowas in diesem Blog ueberhaupt schreiben?) Egal, bei Konzerten in Brasilien gibt es oft „Open Bar“, also Bier, Wasser und Erfrischungsgetraenke, gratis soviel man will. Joa, und nach der laenge von drei Bieren mehr, begann ich mich vor den Freunden darueber zu aeussern, wie bloed ich dieses   “ Ficaren“ finde und das nie mehr machen werde, vorauf sie mir kein Bier mehr brachten….

 

Minhas viagems 27 Januar, 2008

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert, Reisen — annikabrazil @ 6:02

Es trug sich zu, dass ich letztes Jahr an meiner Schule eine brasiliansche Austauschschuelerin namens Bruna kennenlernte und da lag die Idee nicht fern sie hier in Brasilien waehrend der unglaublich langen Ferien mal zu besuchen. Deshalb packte ich am 9. Januar meine Koffer und begab mich auf eine 26 Stunden lange Busreise nach Ihléus, einer wunderschoenen relativ kleinen Stadt am Meer. Dort verbrachte ich aber nur ein einhalb Tage, denn dann sollte es weiter nach Salvador gehen, ganz nobel mit dem Flugzeug. Bruna’s Eltern besitzen da eine kleine Wohnung, die uns als Unterkunft diente.

 farra-007.jpg Eu em Ihléus

Wir befanden uns also am besagten Tag, zur besagten Zeit am Flughafen, checkten ein, stiegen ins Flugzeug, verbrachten 30 wundervolle Minuten im Inneren desjenigen und dann hiess es auscheckten, denn die Maschine war kaputt. Juppi! Das war ein Treffer. Der Tag verlief im Weiteren folgendermassen: Die Fluggesellschaft bezahlte uns ein Mittagessen in der teuersten Churrascaria von Ihléus, danach warteten wir noch eine Weile und fuhren gegen 18Uhr mit einem Bus nach Salvador, wo wir 3 Uhr ankamen und jeder noch einen Esscoupon im Wert von 28Reals erhielt, den wir gleich in Sandwichs bei Subways umwandelten. Achso und das Taxi zum Appartment wurde natuerlich auch von der TAM bezahlt.

Das bestaetigt mir wiedereinmal die konfusen Zustaende des brasilianischen Flugverkehrs. Zum Beispiel hatten im vergangenen Jahr am Flughafen Guarulhos in São Paulo 59% der Fluege Verspaetungen. Es gibt auch staendig Unfaelle und Streichungen. Die TAM hat fuer mich ja schonmal eine Nacht und einen Tag im Hotel bezahlt, als in Brasilien ankam… Mein Fazit von den zwei Fluegen, die ich hier bis jetzt unternahm, ist einer ausgefallen und der Ersatzflug war verspaetet und der andere ist einfach ganz gestrichen worden…

Bruna und ich im Goetheinstitut   farra-039.jpg  

  

farra-016.jpg

Aber nun wieder zur Reise… in Salvador waren wir dann 7 Maedchen in der Wohnung. Bruna, ihre Schwester Mayana, deren Freundin aus Frankreich namens Elodie, zwei weitere Freundin von Mayana und eine andere deutsche Austauschschuelerin: „As setes mulheres“. Die meiste Zeit waren wir immer alle zusammen unterwegs, einen Tag verbrachten wir am Strand und die restlichten besichtigten wir die Stadt. An einem Abend waren wir noch bei einem sehr tollen Jazzkonzert direkt am Meer, wo wir einen beeindruckenden Sonnenuntergang sehen konnten und am letzten Tag ging es dann zum „Festival de Verrão“, das ist ein fuenftaegiges Musikereignis bei dem viele bekannte brasilianische Kuenstler auftreten. Das war auch echt super.

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Elodie, Mayana, ich und Bruna am Farol

Das Einzige, was mich waehrend der gesamten Zeit stoerte, war mein Sonnenbrand am Hintern, denn ich aufgrund meines neuen brasilianischen Bikinis (wenig Stoff) bekam. Diese Stelle meines Koerpers hatte ja noch nie vorher die Sonne gesehen… naja, jetzt bin ich aber ueberall schoen braun. Aetsch! 

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                                            farra-027.jpg O Farol

 

Ein Mensch im Bus (Beschreibung einer Busfahrt in Goiania) 25 Dezember, 2007

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — annikabrazil @ 3:51

Als ich ankomme, stehen schon viele Menschen an der Haltestelle, dichtgedraengt und warten. Keine gute Uhrzeit, um den oeffentlichen Nahverkehr in Anspruch zu nehmen, denn gerade ist Feierabend, da ist es immer voll.
Nach wenigen Minuten kommt schon der Bus und alle Leute quetschen sich an die zwei Tueren, wie Tiere um ihre Futterstelle und die Aussteigenden koennen sich nur schwer einen Weg durch die Menge bahnen. Ich werde mehr oder weniger von selbst in den Bus gedrueckt und ein Schwall heisser, stickiger Luft kommt mir entgegen. Ich fange sofort an zu schwitzen.
Schnell suche ich mir eine gute Stelle zum Festhalten, es waere sogar noch ein Sitzplatz frei, aber nein, ich moechte lieber stehen.

Der Bus faehrt an, ich muss aufpassen das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Neben mir steht eine Frau mit Baby auf dem Arm, sie sieht so hager aus, dass ich Angst habe, sie koennte das Kind gleich nich mehr halten, aber wie es scheint hat sie in ihren duennen Armen unerwartete Kraefte.
Meine Gedanken kreisen um, Berlin, meine Freunde und Verwandte, dass ich mir morgen noch ein neues Shampoo kaufen muss, nachdem ich den Brief fuer meine Grosseltern zur Post gebracht habe, wie es waere einfach gleich nach dem Abitur schwanger zu werden und dann alleinerziehend mit dem Baby in einer Studenten WG in Berlin-Friedrichshain zu wohnen und ich bemerke dabei nich, dass ich das Maedchen mir gegenueber schon viel zu lange anstarre.
Sie ist schoen, sehr schoen, zu sehr, mein Blick wandert wieder zur Frau mit Kind.
Ein Kreisverkehr, der Bus neigt sich extrem zur Seite, aber der Fahrer wuerde nie auf die Idee kommen das Tempo zu drosseln. Typisch brasilianischer Fahrstil eben.
Was nuetzt ihre Schoenheit, wenn sowieso alles so vergaenglich ist?, denke ich, wenn der Bus jetzt einen Unfall hat, war es egal, ob sie schoen war. Im Grunde genommen kann einem sowieso alles egal sein und ueberhaupt, was kann ein Mensch dafuer, ob er gut aussieht oder nich, ob er mit seinem Neugeborenen auf dem Arm in einem total unsicheren, ueberfuellten Bus in der Hitze steht oder im klimatisierten Mercedes und Baby im wohl gebettet Sicherheitssitz neben sich, das Leben loeffelt? Ist doch alles nur ein scheiss Zufall.
Durch die offenen Fenster kommt mir ein bisschen frische Luft entgegen, trotzdem habe ich Schweiss auf der Stirn und mein Ruecken ist nass, der arme Saeugling, geht es mir durch den Kopf.                                                                                                                        Diese Gedanken hab ich doch schon so oft gedacht, es endet mit der Frage, ob man jemanden ueberhaupt fuer etwas verantwortlich machen kann, wenn er es doch nur aufgrund irgendwelcher Eigenschaften getan hat, die er sich nicht aussuchen konnte und dass das Leben unfair ist… , ach wie bloede. Kurze Zeit spaeter haelt der Bus, ich steige aus und vergesse an was ich dachte, waehrend mir ein leichter erfrischender Wind entgegen weht.

 

Finalemente ele consegiu abrir 5 Dezember, 2007

Gespeichert unter: Dinge aus'm Alltag, Familie — annikabrazil @ 8:16

Schon als ich noch in Deutschland war, berichtete mein Gastbruder voller Freude von dem Laden, den er bald eroeffnen wuerde.

Und jetzt 7 Monate spaeter, kann er stolz sein Prachtstueck praesentieren:

dsc00013.jpg Sein eigenen Laden, in dem er selbstdesignte  T-shirts fuer Maenner verkauft.

Der Tag der Eroeffnung gestaltete sich wie so oft sehr brasilianisch, so begannen wir um 7:30Uhr damit, noch schnell die Fenster zu putzen und die gesamten Shirts zusammenzulegen, zu ekketieren und das Schaufenster zu gestalten.

dsc00005.jpg               dsc00003.jpg

Aber als dann alle Freunde da waren, hatten wir zum Glueck alles fertig:

                                      dsc00011.jpg

 

Buenos Aires!!!!! 25 November, 2007

Gespeichert unter: Reisen — annikabrazil @ 7:45

Wie einige vielleicht mitbekommen haben, war ich vor kurzem mit einer Gruppe Studenten aus Goiania und Palmas, ein paar Tage in Buenos Aires. Nach einer zweitaegigen Busfahrt kamen wir in der an diesem Tag super kalten Hauptstadt Argentiniens an. Auf dem Rueckweg war es noch ein Tag mehr, da wir noch Halt an den Iguaçuwasserfaellen gemacht haben. Unser Hotel lag gut im Zentrum der Stadt, direkt bei einer Metrostation, sehr huebsch eingerichtet und nur unsere Gruppe war dort untergebracht. Die Tage vergingen leider viel zu schnell, ich mir jeden Tag die wunderschoene Stadt angeguckt und hab nebenbei noch einige Sachen gekauft, die in Brasilien naemlich viel teurer sind, wie z. B. Turnschuhe, aber auch Deo und Zahnbuersten. (Deo kostet hier ungefaehr so 4-6Euro die Flasche.) Das Nachtleben hab ich auch gut kennengelernt. Uebrigens waren Mia (eine Band, deren Saengerin mal bei mir im Chor war) auch gerade dort. Ich hab sie aber leider nich treffen koennen, mein Bruder hat es mit nur erzaehlt, denn er war einen Abend noch in einem anderen Club unterwegs, bevor wir zusammen weggegangen sind und hat sie da gesehen. Die Wasserfaelle waren fuer mich noch ein riesiges Highlight, denn es war ein langer Wunsch von mir dorthin zu reisen.

buenos-aires-2007-040.jpg Am ersten Abend waren wir bei einer Tangoshow: Das ist der sexy Tangotaenzer.

buenos-aires-2007-138.jpg Im Hardrockcafe…buenos-aires-2007-060.jpg

buenos-aires-2007-045.jpg     buenos-aires-2007-042.jpgKevin, Andre und ich in der Metro.

buenos-aires-2007-171.jpg  Der Obelisk bei Nacht.buenos-aires-2007-200.jpg    buenos-aires-2007-114.jpg In the Club mit meinen Zimmergenossen!!!!! hihi

Die Iguaçuwasserfaellebuenos-aires-2007-142.jpgCataratas do Iguaçu und ich live vor Ort!!!!!!!!!

buenos-aires-2007-290.jpg